Theoretische Ansätze zum Bloggen in der Bildung

In diesem Beitrag stelle ich euch kurz zwei (lern)theoretische Ansätze und ein Lernmodell vor, die sich auf das Bloggen in der Bildung anwenden lassen.

Der erste Ansatz ist die sozio-konstruktivistische Lerntheorie. Nach Ansicht des Sozio-Konstruktivismus entsteht Lernen durch die soziale Interaktion mit Menschen die ähnliche Interessen und Lernziele haben. Die Autoren Lave und Wenger (1991) sprechen dabei von Praxisgemeinschaften (vom englischen Community of Practice). Das Wissen im Sozio-konstruktivismus nicht objektivierbar. Das heißt, man kann es nicht vom Kontext trennen. Wissen ist also an Personen, Interaktionen und soziale Kontexte gebunden. Nur durch Austausch, kann es wachsen.

Der zweite Ansatz, nächmlich der des Konnektivismus, ergänzt die soziokonstruktivistische Theorie um die technischen Möglichkeiten Wissen aufzubereiten, zu speichern und zu vernetzen. Es wird also das Wissen vom Subjekt oder der Person gelöst und offen zugänglich gemacht. Das kann über einen Blog geschehen. Für den Lernenden geht es nun nicht mehr darum Wissen aufzunehmen sondern darum mit den Wissensressourcen umzugehen. Lernen heißt im Konnektivismus Muster zu erkennen und Verbindungen auch fächerübergreifend herzustellen. Jeder kann sein Wissen bereitstellen, vom Wissen anderer Profitieren, sich darauf Beziehen, Diskutieren und eigene Verbindunge herstellen. Dazu sind Blogs bestens geeignet.

Einen weiteren Ansatz zum wirklichen Lernerfolg finden wir in der Bloom’schen Taxonomie. Dabei wird der Lernprozess in sechs Stufen mit unterschiedlicher Intensität des Lernfortschritts gegliedert. Andrew Churches ordnet das Bloggen und die damit einhergehenden Aktivitäten in die höchste Stufe, das „Erschaffen“ ein.

Quellen und Links:

Bettoni, M., Clases, C., & Wehner, T. (n.A.) Communities of Practice im Wissensmanagerment: Charakteristika, Initiierung und Gestaltung.

Churches, A (2009). Bloom’s Digital Taxonomy.

Lave, J., & Wenger, E. (1991). Situated learining: Legitimate peripheral partivipation. NY: Cambridge University Press

Leif, P. (2007) Weblogs als Lernjournale. Kommunikation und Reflexion mit Weblogs im Rahmen akademischer Abschlussarbeiten. In: IfBM.Impuls – Schriftenreihe des Instituts für Bildungswissenschaft und Medienforschung 1(2007) 3

Buchem, I., Ebner, M., Schön, S., Appelt, R., & Kaiser, S. (2013) Blogging und Microblogging Anwendungsmöglichkeiten im Bildungskontext. In: M. Ebner und S. Schön (Hrsg.) L3T. Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien.

Theoretische Ansätze zum Bloggen in der Bildung

Was sind eigentlich Blogs

BLOG  – den Begriblogbildff hat sicher jeder schonmal gehört, der sich im letzten Jahrzehnt im Internet bewegt hat. Der Name ist eine Abkürzung für das Englische Wort Weblog, eine Wortkreuzung aus Web für Internet und Log für Logbuch. Und genau das beschreibt die einfachste Funktion eines Blogs am besten: Im Blog veröffentlicht der Blogger oder die Bloggerin in regelmäßigen Abständen Texte und Bilder zu einem bestimmten Thema. Wegen der chronologischen Anordnung der Beiträge und der oft persönlichen Ausrichtung der Inhalte werden Blogs mit Tagebüchern verglichen. Die Thematische Vielfalt in der Blogosphäre, so nennt man die vernetzte Welt der Blogs im Internet, geht aber weit über persönliche Tagebücher hinaus. Neben alltäglichen Themen wie Rezepte, Mode und Reisen gibt es auch viele Blogs die sich politischen, journalistischen oder wissenschaftlichen Themen widmen.

Auch in der Bildung hat das einfache und erfolgreiche Prinzip des Bloggens seit Längerem Fuß gefasst. Dabei sind es sowohl Lehrende als auch Lernende die das Medium aktiv (als Blogger) oder passiv (als Leser) nutzen. Lehrende veröffentlichen Lernmaterial, Inhalte und Aufgabenstellungen, Lernende führen Lerntagebücher, reflektieren öffentlich und präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeiten.

Was Blogs so besonders macht, ist ihre Einfachheit. Mit ein paar Klicks und ohne Vorkenntnisse kann jeder seinen eigenen Weblog erstellen. Am einfachsten ist das, wenn man sich bei einem der Bloggingdienste registriert und über die dort angebotene Weboberfläche im Browser seinen Blog anlegt, gestaltet und mit Inhalten füllt. Um dem Blog ein professionelles Aussehen zu geben, stehen meist jede menge sogenannte Themes zur freien Auswahl bereit. Die Autorin oder der Autor muss nur mehr die Inhalte beisteuern und fertig ist der Blog.

Für Forgeschrittene und Anspruchsvolle Nutzer bietet z.B. WordPress sein Blogsystem auch als Download an. Dieses kann als Content Management System auf einem eigenen Webspace installiert werden. Diese Version bietet für technisch versierte mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung.

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Notiz #1

Endlich habe ich einen Blog!! Faszinierend wie einfach es ist, einen eigenen Blog zu erstellen.

In meinem digitalen Notizbuch werde ich in Zukunft meine Gedanken und Notizen zur Netzwelt, dem digitalen Leben oder anderen bewegenden Dingen des Alltags mit euch teilen.

Ich freue mich auf interessierte Leser_innen!!

Notiz #1